Mitch Cohen
| 1952 | geboren in Pasadena, Kalifornien |
| 1969–1974 | Bachelor of Arts in Englisch, U.C. Santa Barbara, cum laude, FBK honor society. Abschlussarbeit über W. C. Williams. Erste Herausgabetätigkeiten (»ondas«, »even a small offering«) |
| 1973–75 | Zusammenstellung und Vortragen einer wöchentlichen Lyrikstunde, Radio KCSB |
| 1975 | au pair/Stallknecht im Odenwald |
| 1982 | magister artium, 1987 Promotion, summa cum laude, |
| Seit 1977 | in Berlin |
| 1978–83 | schmuggelte Manuskripte aus der DDR |
| 1978–88 | Arbeit im Schülerladen: unterrichtete Malen, Keramik, Specksteinskulptur, Linoleumschnitt |
| 1979 | Tutor für DDR-Lyrik an der FU Berlin |
| Seit 1988 | freiberuflicher Übersetzer vom Deutschen ins Englische |
| 1989–91 | organisierte 50 Lesungen im Literaturclub Culinaria |
| Seit 1995 | fester freier Mitarbeiter am Wissenschaftskolleg Berlin |
| 1995–1998 | Mitglied im Vorstand der Neuen Gesellschaft für Literatur |
| 1997 | Heirat mit Carola Cohen-Friedlaender |
Veröffentlichungen:
1983 Übersetzer und Herausgeber von »Ber!in: contemporary writing in East and West«, 54 authors, 392 pages; 1983 Literarisches Colloquium Berlin, Preis für Stadtteil-Beschreibung; 1984 »Aton-Notate«, Grafik-Lyrik Mappe mit Bert Pappenfuß-Gorek; 1985 bibliophile Ausgabe »Stadtteilchen« mit Radierungen von Robin Voll; 1990 Mitherausgabe der Lyrikanthologie »dem Stein reib die Augen«; 1993 Mitherausgabe der Lyrikanthologie »Zwischen den Stimmen bist du wie auf einem Schlachtfeld«; 1994 »Mitlesebuch 2«, Lyrik und Kurzprosa, Aphaia Verlag, Berlin. Mitglied von Courage gegen Fremdenhass und der Neuen Gesellschaft für Literatur
Adresse: Hagelbergerstraße 13, 10965 Berlin;
Tel.: 030/78 99 15 20
Fax: 030/78 99 15 21
eMail-Adresse: ccfmc@snafu.de
Das Zitat:
Was uns bleibt
»Auch ich muß in uralter Weise wachsen, oder sterben
mit meinen schlanken Organen zum Saugen entkräftet«
– schließt Bob Brandts aus dem Leben der Schnaken.
Er hebt sein Selbstgebrautes und ersinnt
ein neues Zimmer für sein altes Haus.
Zehntausend flatternde Banner, schon blutig,
bald bleich, werden wehen – nur noch als Staub
im Wind der schnellen Versprechungen.
Eilfertig werden die nächsten gehisst.
Für uns hingegen: Roh-behauenes Holz,
ein Wort nicht schlag- und nicht friedfertig.
(Aus »Ein Brief an Sam Hamill«)