Dr. Hans Krech
| 1956 | in Halle/S. geboren, Studium der Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
| 1984 | Promotion zum Dr. phil. |
| 1984 | Ausschluss aus der SED wegen Entwicklung eines alternativen Sicherheitskonzeptes, 5 Jahre Berufsverbot und Arbeitslosigkeit, Überwachung durch das MfS. Verfasste konspirativ ein historisch- literarisches Revolutionslehrbuch zur Vorbereitung und Durchführung der anstehenden Revolution in der DDR. Das Manuskript konnte |
| 1988/89 | in den Westen geschmuggelt werden. Es war der einzige Aufruf zum Aufstand in der gesamten Geschichte der DDR und möglicherweise auch des ehemaligen Ostblocks. |
1989, wenige Tage vor dem Fall der Mauer, Abschiebung in den Westen. Seitdem entstanden 24 Bücher und Studien zu Konflikten in der islamischen Welt nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes sowie 146 wissenschaftliche Aufsätze, 98 Rezensionen und 50 Zeitungsaufsätze. Außerdem hat Hans Krech 19 Patente angemeldet.
Herausgeber der Buchreihen: »Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost- West-Konfliktes« und »Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik«. Seit Anfang 2001 Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit e.V. WIFIS in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Als einer der wenigen ehemaligen Reserveoffiziere der NVA Übernahme als Reserveoffizier der Bundeswehr; heute Hauptmann d.R. in Hamburg. Seit 2002 bildete Hans Krech Tausende deutscher Soldaten für den ISAF–Einsatz in Afghanistan in Landeskunde/Konfliktlage mit aus.
Veröffentlichungen (Auswahl):
»Unsere Revolution ist noch nicht zu Ende«. Das historisch-literarische Revolutionslehrbuch eines Bürgerrechtlers aus den Jahren 1989 und 1999. Mit einer Dokumentation der Überwachung des Autors durch das Ministerium für Staatssicherheit, Berlin, Verlag Köster, 1999. »Das Sicherheitskonzept ›Globaler Wandel‹ aus der ehemaligen DDR-Bürgerrechtsbewegung«, Berlin: Verlag Köster, 2002. (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Bd. 4). »Der Untergang der DDR als Katalysator für das globale Ende des Kalten Krieges« – eine Vorlesung im Generalstabslehrgang 2004 an der Führungsakademie der Bundeswehr, Berlin: Verlag Dr. Köster, 2005. (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Bd. 19). »Das letzte Jahr der DDR«. Das Tagebuch eines Bürgerrechtlers aus Halle/S. (1988–1989), Berlin: Verlag Dr. Köster, 2006. (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Bd. 20). 2. Auflage. »Mein Halle« Literarisch-historische Stadtansichten, Berlin: Verlag Dr. Köster, 2006. Mitglied im Freundeskreis PEN, VS Hamburg.
Adresse: Cranachstraße 75, 22607 Hamburg
Das Zitat:
Seit 17 Tagen sitzt Jefferson nun an dieser Arbeit. Heute wird er sie abschließen … Die Erklärung muss die Interessen Amerikas überzeugend widerspiegeln. Jefferson stützt mit seiner Linken den Kopf ab, seine hellen wachen Augen vertiefen sich in seine kleine Schrift: »Wenn es im Laufe der Geschichte für ein Volk notwendig wird, die bisherigen politische Bindungen an ein anderes Volk zu lösen und unter den Mächten dieser Erde seinen eigenen und gleichberechtigten Platz einzunehmen, zu dem es die Gesetze der Natur und des Gottes dieser Natur berechtigen, dann gebietet es die geziemende Achtung vor der öffentlichen Meinung, die Gründe darzulegen, die es zu dieser Trennung zwingen.« Der Präambel folgen drei »selbstverständliche Wahrheiten«, nämlich 1. »dass alle Menschen gleich geschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, zu denen das Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück gehören.«, 2. »Dass zum Schutze dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingesetzt sind, die ihre rechtmäßigen Gewalten aus der Zustimmung der Regierten herleiten.« und 3. »Dass das Volk das Recht besitzt, jede Form der Regierung zu ändern oder abzuschaffen, wenn sie diesem Zweck entgegenwirkt…« Das ist die Auflistung der grundlegenden Menschenrechte. Jefferson hat sie in meisterhafter Form knapp, übersichtlich und allgemeinverständlich formuliert. Niemand zuvor in der Geschichte hat das so vermocht.
(Aus: »Unsere Revolution ist noch nicht zu Ende«, a.a.O., S. 52f)